Falsche Kapern

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Man könnte es aber auch „Richtige“ nennen. Sie sehen, ins Glas gefüllt, den echten Kapern frappierend ähnlich.

Verblühen die Blüten der Kapuzinerkresse, verbleiben grüne Samenkapseln für die Nachkommen an der Pflanze. Bevor sie abfallen, sollten sie schnellstmöglich abgeerntet werden. Die Kapseln trocknen recht schnell, beim nächsten Regen sind sie in der Erde verschwunden und im darauf folgenden Jahr kann dies zu recht üppigen Überraschungen führen. In meinem Unkrautparadies passiert mir das natürlich jedes Jahr. Wer einen absolut perfekten Garten haben möchte, wird sicherlich nie fertig. So wie ich. 😀

Schon vor Jahren las ich, dass die Samenkapseln, wenn frisch geerntet, wie Kapern in Essig eingelegt werden können. Manche sammeln sie an und salzen sie Schichtweise ein, bis die nach ihrem Erachten notwendige Menge von einem oder zwei Kilo erreicht sind und verarbeiten sie erst dann weiter. Ich staunte nicht schlecht, als ich dies las. Für mein Test-Rezept habe ich mich mit 111 Gramm begnügt. Für an einem einzigen Tag gepflückt, war das schon mal Ok für mich.

Wie sie schmecken, kann ich leider erst Mitte Oktober mitteilen, ich werde (hoffentlich vergesse ich es nicht) diesen Beitrag dann nochmal editieren. Aber da derzeit Erntezeit für Kapuzinerkressekapseln ist, hier schon vorweg mein Rezept. Vielleicht mag ja der ein oder andere nachkochen, bzw. mittesten, ich würde mich freuen.

Zutaten:

– 111 Gramm Kapuzinerkressesamenkapseln
– 120 ml Weißweinessig
– 1 TL Fleur de Sel
– 1/2 TL geschnittener Estragon (getrocknet)
– 1/2 TL roter Pfeffer (getrocknet)
– 6 schwarze Pfefferkörner

Zubereitung:

Die Samenkapseln werden gewaschen (alle, die noch in Dreiergruppen zusammenhängen, vorher voneinander trennen), alles andere zusammen zum Kochen bringen, Kapseln hinzufügen, kurz mitkochen lassen und noch heiß in ein vorbereitetes sauberes Glas füllen, auf dem Kopf abkühlen lassen, soweit fertig. Nach einer Woche werde ich die Flüssigkeit nochmals aufkochen und wieder heiß hinzufügen, das gleiche Ritual ein weiteres Mal eine Woche später und dann wird probiert. 🙂

EDIT: Heute (7.12.) fiel mir ein, dass ich ja noch das Ergebnis schulde. Sie schmecken wirklich gut, eben wie Kapuzinerkresse. Nach echten Kapern schmecken sie leider nicht, trotzdem kann man sie Beispielsweise auch in Salaten oder Pastasaucen gut verwenden. Ich werde sie demnächst auf eine Rucola-Pizza legen. Oder einfach so naschen, das holt im Winter den Sommer zurück. 🙂

 

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2 Kommentare zu “Falsche Kapern

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