So siehts aus, vor und hinterm Haus

Endlich mal Schnee. Auch hier in Frankfurt bleibt er, zumindest auf den Hausdächern, liegen. Ich mag das. Es dämpft den Lärm der Großstadt und zaubert ein anderes Gesicht in die Stadt. So lange ich Urlaub habe, darf er meinetwegen auch gerne auf den Straßen liegen bleiben, ab Januar 2015 ist er dann aber bitte weg, Danke. 🙂

Übrigens: Der eine Marktschirm ist fast Schneelos, weil dieser Obst- / Gemüse-Wochenmarktstand seit Übernahme durch Italiener eine Gasheizung betreibt. Beim vorherigen Besitzer gab es das nicht. Frieren Italiener mehr? 😀

Ein Schneegedicht, das mir sehr gut gefällt. Von einem Österreicher, sie können ja auch viel besser mit Schnee umgehen als wir, bei uns schneit es eher selten.

Winternacht

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
es kracht der Schnee von meinen Tritten,
es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
nur fort, nur immer fort geschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
die sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! Friere mir ins Herz hinein!
Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruhe mag da drinnen sein,
wie hier im nächtlichen Gefilde!

Nikolaus Lenau (1802-1850)

 

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