Freutag, 09.01.2015

So, da bin ich wieder. Mein Auge wird seit 3 Tagen trotz Salbeikompressen nicht besser und ich werde immer genervter. Dennoch möchte ich mich erst einmal bedanken bei den lieben Menschen, die mir und meinem Auge gute Besserung wünschten, herzlichen Dank, das ist wirklich lieb und freut mich und Auge sehr. Da sich der Zustand von Auge kaum verändert, kann ich auch am Bildschirm sitzen, was solls.
Ich war extra in meinem Garten, um ein wenig Salbei zu pflücken (der Schnee ist ja weg, man findet seine Kräuter wieder, Hurra), aber auch das half nicht. Hatte irgendwo gelesen, Bewegung sei gut gegen geplatzte Äderchen (bei mir ist es wohl eher die Augehauptschlagader) im Auge. Naja, vielleicht meinten sie mit Bewegung ja auch etwas anderes als Kräuter pflücken, keine Ahnung.  😉
Auf alle Fälle ist heute aber Freitag, wenn das kein Grund zur Freude ist. Außerdem gibt es in meinen Augen (leider) weitaus schlimmeres, als einen optischen Defekt im Gesicht, der im Laufe des Jahres 2015 (oder 2016) eventuell wieder verschwindet.

____________________________________Gedankenstrich___________________________________

Satire sollte frei sein. Wie auch Religionen von Extremisten frei sein sollten.

Die erste Woche nach dem wohlverdienten Kurzzwischendenjahrenurlaub war und ist ja ziemlich mies. Die schlimmen Ereignisse in Paris beschäftigen natürlich auch mich. Als ich Kind war, las mein Vater „Pardon“ und später gab es natürlich auch die „Titanic“ im Haushalt. Ob er letztere las oder ich das meiner Schwester zu verdanken habe, daran kann ich mich gar nicht mehr recht erinnern. Auf alle Fälle las ich schon als Teenager unheimlich gerne Satire (bevorzugt später zensierte) und lese sie noch heute, wenn sie mir in einem ganz gewissen Lokal hier bei mir direkt um die Ecke in die Finger kommt. Und online natürlich auch, Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ich fand und finde es sehr mutig, dass die Mitarbeiter von Charlie Hebdo trotz mehrfachen Androhungen von Gewalt und dem Brandanschlag 2011 auf ihre Redaktionsräume immer weiter machen / machten. Diesen Mut habe ich nicht und hätte ihn auch nicht gehabt.

Ich bin wirklich ganz schön sprachlos und entsetzt, was so passiert, in Paris, auf der Welt und auch hier (die Scheiß-Pegida-Mitäufer haben sich natürlich gleich draufgehängt auf den Anschlag , war ja klar)  und freue mich am heutigen Freutag unheimlich darauf, im kommenden Frühling immer mal das Gartentor hinter mir zuwerfen verschließen zu können und diesen ganzen Scheiß Mist einfach draußen vor dem Tor stehen zu lassen. Ich widme mein heutiges Freutagsbild voller Respekt in dieser sehr traurigen Woche den Opfern der Redaktion Charlie Hebdo und den anderen Getöteten. Vielleicht hätte es ihnen ein klitzeklitzeklitzekleines bisschen gefallen. Auch wenn mein Bild und Bonusbild nicht satirisch kritisieren.

Bonne fin de semaine a tous.

(Ich fotografierte meine Erbsen- und Möhrenernte am 27. Oktober 2014 beim Verarbeiten.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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17 Kommentare zu “Freutag, 09.01.2015

  1. Wünsche dir auch erst mal ganz schnelle und gute Besserung für dein Auge und gut auf dich aufpassen, gell !

    Deinen Ausführungen zur momentanen Lage in Paris und allgemein in der Welt, schließe ich mich vorbehaltlos an und bin total entsetzt über all das.

    Dein Freutagsbild ist klasse 🙂

    LG Uschi

    Gefällt 1 Person

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