Chiliaufzucht, Tag 2

Sooo, nachdem ich ja gestern Tag 1 meiner Chiliaufzucht 2015 beschrieben habe, folgt nun Tag 2. Diesmal war kein Rotwein für die Nerven der Züchterin im Spiel, sondern mich begleiteten 100 Gramm Bio-Zartbitter-Schokolade durch den Aussaat-Tag. Schließlich sollte man nicht nur Chili-Babys hegen und pflegen, sondern auch sich selbst verwöhnen. 😀

Der Einfachheit halber füge ich den vorvorletzten Absatz von Tag 1 nun hier etwas ergänzt ein (als ich es gestern schrieb, war ich wohl in Gedanken schon weiter, Räusper), weiter unten gibt es noch Fotos vom gestrigen Aussaattag. Damit ist mit der Anzuchtbeschreibung (abgesehen von Zwischenständen) erstmal Schluss bis zum nächsten Ereignis, das dann wohl „Akkord-Massen-Umtopfen im Garten“ heißen wird. 🙂

Zurück zur gestrigen Gegenwart: Am Tag 2 lege ich eine dicke Schicht Küchenpapier auf einen flachen Essteller und leere die Becher einen nach dem anderen darauf aus. Diesen Trick überlegte ich mir vor einigen Jahren, die Samen einzeln heraus zu fischen ist viel zu umständlich, Mit einem Stift drücke ich kleine Kuhlen in die vorbereitete Erde und gebe (wieder mit dem Minilöffel von Tag 1) in jede ein Samenkorn und bedecke sie dünn mit Erde, sie sind Dunkelkeimer. Dann stelle ich die Anzuchtkästen mit Deckel auf eine warme sonnige Fensterbank oder ohne Deckel in meinen Anzuchtschrank, in ihm ist eigentlich durch das Licht (ich schalte es mit einer Zeitschaltuhr auf 10 Stunden am Tag) immer eine gute Temperatur.

In den nächsten Wochen wird die Aussaat nun nach Bedarf ab und an vorsichtig gegossen, Geburtshilfe geleistet, falls eine Samenschale partout nicht vom ersten zarten Blättchenpaar abfallen möchte, oder mit einem Pumpsprüher mit Algan-Wachstumshilfe von Neudorff darin besprüht. Damit habe ich richtig gute Erfahrungen gemacht, man kann den kleinen Chilipflanzen nach dieser Behandlung von Tag zu Tag förmlich beim Wachsen zusehen. Und das mache ich dann eigentlich auch am liebsten: auf dem Fußboden vor meinem Anzuchtschränkchen hier im Arbeitszimmer sitzen und zusehen, was die Kleinen machen… Dann gibts es mit Sicherheit auch den ein oder anderen Fototermin für meinen Blog.

Den Anzuchtschrank kaufte ich mir als Schnäppchen vor 2 Jahren für 99 Euro, normalerweise werden sie teurer angeboten (nur als Beispiel, ich erwarb ihn nicht dort) und plante eigentlich, ihn auf einen meiner Balkone zu stellen. Aber: er stellte sich als prima Lagermöglichkeit für Marmeladen, Essig, Chilisaucen usw. heraus und so steht er nun dauerhaft in meiner Wohnung. Ihn widrigem Wetter auszusetzen finde ich zu schade, wenn er nun tagsüber so vor sich hinleuchtet, ist er für mich ein echter Hingucker und mein Herz geht jedesmal auf wie ein Kreppel. Himmel, ich habe mich in einen Schrank verguckt. ❤ 😀

In ihn passen 6 Anzuchtkästen, im obersten Fach (er hat insgesamt drei Einlegeböden) lagere ich momentan leere Gläser für den nächsten Sommer, auch diese müssen in der Stadtwohnung ja einen Platz finden und eine Neonröhre konnte ich dort nicht so problemlos montieren wie in den beiden anderen Etagen. Ausgesät sind nun 8 Kästen, ein weiterer folgt diese Woche noch und ich überlege, mir noch einen weiteren zuzulegen, damit ich ungefähr 200 Chilis insgesamt gesät habe. Diese 3 oder dann 4 Kästen werden dann an einem hellen Fenster mit Heizung darunter aufgestellt und das fröhliche Ausschlüpfen 2015 kann beginnen. 🙂

Bilder

 

 

Advertisements

12 Kommentare zu “Chiliaufzucht, Tag 2

  1. Ich muss schon sagen, ich bin richtig fasziniert von deinen Ausführungen. Und jetzt bin ich natürlich schon richtig gespannt, was mit den kleinen Pflänzchen im Laufe der nächsten Zeit so alles passiert. Früher habe ich auf dem Land gelebt und seit meiner frühesten Kindheit immer in einem Gemüsegarten herumgewerkelt, aber seit ich in der Stadt wohne, muss ich mein Gemüse immer kaufen. Dieser „Gartenschrank“ in der Küche scheint ja eine tolle Sache zu sein. Ich werde mal noch ein bisschen auf deinem Blog herumstöbern und mir anschauen, was du noch über diesen besonderen „Freund“ schreibst…smile*
    LG von Rosie

    Gefällt 1 Person

  2. Stimmt, sich selbst darf man nie aus den Augen verlieren! 😉 Wer sollte sich denn um die ganzen Chili-Babys kümmern, wenn es einem selbst nicht gut geht?!?!?!? Und ausserdem: Rotwein und Schokolade passen doch perfekt zu Chili, oder?? 😀 😀 😀

    Der Anzuchtschrank ist ja mal alles andere als übel! Und er scheint auch kein Problem damit zu haben, dass er zeitweise mit anderen Aufgaben betraut wird! Ein guter Junge! 😉

    LG
    AnDi

    Gefällt 1 Person

    • Nein, Nein, ich bin noch lange kein Profi, nur Chilis übe ich halt schon länger. 🙂
      In allen anderen Dingen (besonders Blumen) bin ich kompletter Laie und frage immer auf Facebook bei Leuten nach, die sich damit auskennen. Gemüse klappt mittlerweile ganz gut bei mir, aber könnte auch besser sein. Ich gärtnere erst seit 5 Jahren richtig.
      Dir auch einen schönen Abend. 🙂

      Gefällt 1 Person

Kommentar dazu? Bitte, gerne. :-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s