Natur & Gartentipps

Ist die Natur nicht wundervoll? Mathilda sah das Video bei Manu und nun poste ich es gerne auch:

Einige Dinge habe ich in den letzten Jahren gelernt: dass man möglichst naturnah Gärtnern sollte und vor allem Bienen-, Hummel-, Schmetterligfreundlich, auf chemische Dünger möglichst verzichten und natürlich auch auf Pestizide.

Doch der Reihe nach. ich liste nun mal grob auf, was ich beachte, seit ich einen Garten habe. Zumindest das, was mir gerade spontan einfällt. Dass man auf Produkte wie Roundup von Monsanto verzichten sollte, dürfte jedem klar sein, der unser aller Nachkommen ein gesundes Leben hinterlassen möchte. Die neueste Studie der WHO bringt nun hoffentlich endgültig dieses fragwürdige Unternehmen in die Bredouille, in anderen Ländern ist das Mittel mit dem Wirkstoff Glyphosat bereits verboten. Lobbyisten Monsantos (und unzähligen zugehörigen Firmen) in Politik und Wirtschaft lassen jedoch zu, dass dieses „Unkrautvernichtungsmittel“ immer noch jeder hier in Deutschland in Baumarkt oder Internet frei erwerben kann. Ist das nicht unglaublich?

– ich bekämpfe Unkraut in Fugen oder vor dem Garten auf dem Kiesweg mit kochendem Wasser, das funktioniert hervorragend. Die Pflanzen sind dann sozusagen gekocht und am nächsten Tag kann man ihre Überreste einsammeln.

– ich bevorzuge Produkte von Neudorff mit Wirkstoffen aus der Natur.

– ich pflanze Bio-Blumen oder säe sie selbst aus. Greenpeace zeigte letztes Jahr auf, dass drei Viertel der gekauften Blühpflanzen aus Bau- und Supermärkten Pestizidverseucht sind und somit ganze Bienenvölker vernichten, wenn sie sich in deren Blüten Nektar holten. Hier geht es zum Bericht.

– ich werde den derzeitigen Forsythien-Bestand in meinem neuen Garten reduzieren. Forsythien sind zwar ganz hübsch, haben jedoch nur Pollen und keinen für Bienen wichtigen Nektar. Diese Pflanzen sind demnach für mich ein Fauxpas der Natur. Nachzulesen ist deren Wertlosigkeit für Bienen beim Stadtimker.

– ich habe seit 2014 mehrere Insektenhotels im Garten. Sie gibt es schon ab 10 Euro im Internet, man muss sie nicht zwingend selbst bauen. Wie gut sie angenommen werden, zeigt das Bild unten. Ich nahm es kurz nach Aufhängung auf, die ersten Mieter zogen schon am ersten Tag ein.

– ich mache aus Löwenzahnblüten keine Honig-Ersatzprodukte, sondern überlasse die Blüten wichtigen Insekten wie Wildbiene, Honigbiene, Hummel, Schmetterling.

– Ich habe zwei Nistkästen für Vögel, sie sind wichtig gegen Drahtwürmer, die sich gerne in Kartoffeln fressen. Danke an Daggi für den Hinweis auf Singvögel. 🙂

– ich  lasse Laub im Herbst liegen, dies ist für viele Insekten und somit den natürlichen Kreislauf wichtig. Auch in meinem neuen Garten wird es demnächst eine Ecke mit alten Hölzern als Unterschlupf für Kleinlebewesen geben.

– Ich kaufe und tausche fast ausschließlich Biosaatgut, aber keines mehr der Firmen Kiepenkerl und Sperli. Sie stehen im Verdacht, von Monsanto aufgekauft worden zu sein. Hoffentlich bekomme ich wegen diesem Satz nun nicht auch eine Unterlassungsklage von Bruno Nebelung. Ich wäre nicht die Erste, der dies passiert. Bei Poetschke bestelle ich übrigens auch nicht mehr…

Das sind nur einige wenige der wichtigen Dinge, die ich im Garten beachte und die mir gerade durch den Kopf gingen. Eingriffe in die Natur der Dinge können schlimme Folgen haben. Gerne zitiere auch ich den Satz Albert Einsteins:

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

2014-04-22 Landeanflug IHotel

Biene im Landeanflug.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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19 Kommentare zu “Natur & Gartentipps

  1. Einfach faszinierend dieses Video und sowas in diesem Zeitraffer-Modus zu sehen… genial !!!

    Ein ganz toller Beitrag liebe Corinna und unheimlich lehrreich für jeden Gartenfreund.

    Meine beste Freundin hat auch zwei Insektenhotels in ihrem Garten und ich habe dort schon die tollsten Fotos schießen können. (nur mal als kleinen Nebeneffekt erwähnt 😉

    Einen lieben Gruß und eine gute neue Woche für dich,

    Uschi

    Gefällt 1 Person

  2. Wir haben auch ein Insektenhotel auf unserer Terrasse. Bisher haben sich aber leider nur ein paar Ohrenkneifer drin niedergelassen. Trotzdem kommen Bienen und andere Insekten zum Glück auch aus der Gegend gern zu uns. 🙂

    Danke für die interessanten Hinweise zur Verbandelung der genannten Unternehmen.

    Gefällt 1 Person

  3. In mein Insektenhotel ist noch niemand eingezogen, aber das war auch im Spätsommer erst aufgehängt worden.
    Jetzt habe / werde ich viele Kräuter und Lavendel auf die Terrasse stellen, was ich eigentlich sonst auch getan habe und mal schauen ob sich die Insekten im „Hotel“ einmieten 🙂

    LG Mathilda ❤

    Gefällt 2 Personen

  4. Bin ja nicht so Garten – aktiv- affin- der Schriftführer und die Wirbel!… aber; wenn er von der Radtour kommt weiß er zu berichten:
    „Fahre von Bottrop durch den Revierpark Richtung Süden….Gezwitscher im Wald…erreiche den Kleingarten „Mühlenbach“ an einem schlichten Dienstag gegen 11h. Das einzige Geräusch gibt einer dieser Gartenterroristen von sich… junger (na gut..) Mann, hier müssen sie aber das Rad schieben! „Alter Gärtner, sorgen Sie dafür, dass man in der Öko- Hölle hier auch Vögel wieder hört! Am Wochenende würde ich schieben, umrunde das Gelände aber“… und wohin?…in den angrenzenden Stadtteil, der nicht Bad Homburg ist, aber da leben wieder Vögel. Und ihre Nahrung wohl.

    Schade, der Dokumentarfilm- Versuch dazu…ist in den Tiefen der Britensoftware verschwunden…
    https://dinkelschnitte.wordpress.com/2012/09/30/german-gardening/

    Aber die Bilder habe ich noch….. das geht in den Recall!
    Heute killt man die Kleingärten, morgen Brasilien… oder umgekehrt… kein Trinkwasser mehr! Und dann kommen die alle ins Paradies! Aber ohne die 72!

    Gefällt 2 Personen

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