Kräuterbeetumzug

So, ich habe es tatsächlich geschafft, heute innerhalb von drei Stunden mein komplettes Kräuterbeet abzuräumen, meinen Bio-Rhabarber auszubuddeln und gesäte Lupinen von 2014 vor dem Spaten des Nachpächters zu retten. Lupinen blühen meist erst im zweiten Jahr, ich brauche sie zur Saatgutgewinnung.

War ganz schön stressig, die Angelegenheit heute. Bevor ich gleich ohnmächtig auf mein Kopfkissen falle, gibt es aber noch ein paar Bilder.

2015-03-23 Kräuterumzug1

Zwei Schubkarren Kräuter zogen heute um.

So sah meine Schubkarre heute zweimal aus. Im Eimer am Griff ist französischer lila Knoblauch, ihn habe ich aus meinem vorherigen Gewächshaus ausgebuddelt und schnell ins neue provisorisch eingebuddelt. Darin ist die Erde lockerer als in den lehmigen Beeten und ich hoffe, dass ich dieses Jahr endlich mal dicke Knollen ernten kann…
In den Vorjahren fiel die Knoblauchernte eher mager aus, sozusagen jämmerlich spärlich. Da lohnte sich eher, aus den Stengeln eine Suppe zu kochen, so machen das auch unsere französischen Nachbarn.

Das neue Kräuterbeet wurde bestückt. Vorhin wollte ich es beschriften und weiß jetzt echt nicht mehr, wohin ich meinen Ysop gepflanzt habe, also sowas, nee. Das hole ich dann später nach. 😀

2015-03-23 Kräuterumzug2

Schon etwas besiedelt: Kräuterbeet.

Mein Rosmarin ist nun ohne Winterschutz bereits im dritten Jahr. Auch wenn er auf dem Bild klein aussieht, er ist tatsächlich ein ordentlicher Brummer und ich hatte Mühe, ihn mit Erdballen auf die Schubkarre zu heben. Gepflanzt habe ich nach Grabtiefe,  ich ich kam trotz gestriger Vorbereitung oft nicht tief genug mit dem Spaten in den Boden. Immer wieder fand ich auch noch weitere Wurzelstücke im Beet, diese Yuccas werden sich hoffentlich hüten, wieder zu wachsen. Dann werde ich wirklich böse und miete einen Bagger! So! 😀

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Notunterkünfte für Minzen und Salbei.

Da ich heute Nachmittag unter Zeitdruck war (hatte noch einen wichtigen Termin, musste bis 18.30 Uhr dort sein), pflanzte ich meine Minzen (Ananas-, Erdbeer-, Schokominze) provisorisch in einen Blumenkasten vor der Hütte. Sie werden in Töpfen in das Beet eingegraben, damit sie nicht streuen, ich weiß noch nicht genau, wann ich dafür Zeit habe. Mal sehen, wenn sie in den Blumenkästen hübsch wachsen, dürfen sie auch gerne erst einmal dort bleiben. Dann habe ich es nicht mehr so weit, um sie für meinen Tee zu rupfen. 😀
Vier kleine Salbei sind rechts im Blumenkasten, davon drei als Stecklinge (waren abgebrochen, grr) und ein kleiner, den ich so gar nicht mehr kannte, huch.  Ich kann mich gar nicht erinnern, noch einen gepflanzt zu haben. Wie auch immer, meine große Minze war eh im Topf im Beet, sie steht jetzt vor der Hütte (nicht auf den Bildern) und harrt dort ihres weiteren Schicksals. Ein paar Stunden werde ich mit den Kräutern sicher noch beschäftigt sein, sie müssen auch dringend noch geschnitten werden, dafür war heute keine Zeit.

2015-03-23 Kräuterumzug4

Geparkte Familie Schnittlauch.

Meinen Schnittlauch (Ich habe Frühling, ich habe Schnittlauch! Der aufmerksame Leser erinnert sich 😉  ) habe ich in Windeseile (es war fünf Minuten vor 18 Uhr) ebenfalls in einem Blumenkasten geparkt. Und natürlich auch schnell auf den Auflöser gedrückt, erkennt man sicher an der Qualität des Bildes. 😀

Familie Schnittlauch wird von mir noch akribisch untersucht in den nächsten Tagen. Im ehemaligen Garten fand ich immer wieder Quecke und Schachtelhalm zwischen den leckeren Stengeln, das möchte ich zukünftig vermeiden. 🙂

Mitten im Beet vorne steht nun übrigens ein Zwergholunder (Holunder „Black Lace„, der nicht so recht wachsen wollte. Ich kaufte ihn vor zwei Jahren in Bio-Qualität bei der Blumenschule und hoffe, dass es ihm nun mit wesentlich mehr Platz besser gehen wird. Weitere Kräuter für das Beet werden folgen, ich muss diese Woche noch weiter aussäen: Muskatsalbei zum Beispiel und was ich noch so in meiner Schatzkiste finde.

Majoran und Thymian musste ich leider im alten Beet lassen, sie sind mittlerweile schon so groß, dass der Platz nicht gereicht hätte. Oder ich hole Donnerstag noch ein kleines Stück jeder Pflanze ab, mal sehen. Zwei sich selbst aussäende kleine Kamillen habe ich auch umgezogen heute, aber nun gehe ich erstmal Rücken schonen, gute Nacht. 🙂

 

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48 Kommentare zu “Kräuterbeetumzug

  1. Ich glaube Knoblauch wird bei uns nie so groß wie im Laden. Schon gar nicht so wie die mit Mineraldünger gemästeten Exemplare im Supermarkt. Knoblauch lässt sich gut zwischen andern Pflanzen ansiedeln, und ich versuche es über die Zahl der Knoblauchpflanzen auszugleichen, was an Größe fehlt.

    Knoblauch hat auch einen 2-jährigen Erntezyklus. Im ersten jahr wächste die Zwiebel nur, im zweiten jahr bildet sich daann die typische Knoblauchknolle mit Zehen, aus denen im driten jahr dann wieder einzelne Zwiebeln werden. Man muss zur optimalen ernte also immer das Jahr mit den Zehen erwischen, was nicht imemr gleingt, wenn sich der Knoblauch im Garten hlabwild vermehrt (so wie bei mir). Aber man kann die Zwiebeln ja einfach wieder in den Boden drücken, wenn man das Gefühl hat, sie brauchen noch ein Jahr.

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    • Naja, das Beet vorbereitet hatte ich ja gestern schon. Au weia, kann kaum noch schreiben vor Müdigkeit, bin seit 5 Uhr heute früh auf. 😀
      Eine ältere Französin erklärte auf einem Markt in Paris (Marché d’Aligre) mit Händen und Füßen, dass sie aus den dicken Stängeln des lila Knoblauchs (L’Ail) eine Suppe kocht. Man solle es bloß nicht wegwerfen. Ich denke, das geht, das Knoblauchgrün kann man ja essen.

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