Rankhilfen? Ja, bitte.

Kleine Kinder brauchen Halt. Pflanzenkinder auch.

Ich hatte mich wohl etwas verschätzt, als ich letzten Winter voller Freude in meinem dieses Jahr bezogenen Garten das von den Vorpächtern mittels Erdhülsen montierte Rankgitter hinter der Laube entdeckte. Zu groß sind die Abstände dessen sowohl vom Boden zur ersten Querstrebe, als auch zwischen den Hölzern. Erbsen, Bohnen und Zucchini knäulten sich in diesem Sommer eher erdnah zusammen, als der Sonne entgegen in die Höhe zu wachsen – was tun?

Da kam mir das Angebot von Schutznetze24.de gerade recht: Ich durfte Ranknetze testen. Da wir im August mit unserer „Bernemer Kerb“ beschäftigt und danach in Urlaub waren, befestigte Ralf sie erst gestern mit Haken an meinem Rankgitter aus Holz. Dass er der absolut genialste Schrauber ist, den ich kenne, muss ich sicher seit der Gewächshaus-Reparatur nicht mehr betonen: Pfiffig, wie er ist, brachte er zur Montage gekaufter 3,3 x 50 mm Haken noch zwei von ihm morgens längs aufgeflexte 8-er und 12-er (Ratschen-)Nüsse mit, die er in seine Bohrmaschine einspannte. Ist das nicht unglaublich? Auf die Idee, sich ein Werkzeug für Haken zu basteln, die maschinell in Holz gedreht werden sollen – darauf muss man erstmal kommen! Grandios. 🙂

Nun gut, vor Staunen offen stehenden Mund schnell wieder zugeklappt. Ich packte die extra für meine Spaliere angefertigten und absolut stabil rundum gekettelten Netze aus. Mit kleinen Schildern beschriftet konnte man beide Netze im Karton gut unterscheiden. Angefertigt wurden für mich zwei knotenlose Ranknetze in den Größen 2,00 x 2,00 m und 2,30 x 2,30 m mit einer Maschenweite von 6 Zentimetern. Vor Bestellung gemessen wurde vom Boden bis zur oberen Querleiste der Spaliere, schließlich sollen die Pflänzchen ja sofort Halt bekommen und nicht schon bei jedem Windhauch umfallen.

Zu Beginn der Montage hielten wir immer erst beide Ecken eines Netzes oben an, um zu sehen, wie weit man sie um die Rundhölzer spannen kann. Erst dann wurden beide oberen Eckhaken geschraubt, damit das Netz eine gute, aber nicht zu hohe Spannung hat. und Ralf schraubte mit seiner Spezial-Konstruktion flott rundum ca. alle 40 cm einen Haken in die beiden rechten Felder meiner Spaliere. Das linke Spalierfeld habe ich absichtlich freigelassen, vor ihm wachsen sehr hohe ältere Liebstöckel und eine große Zitronenmelisse, der Platz dort wäre im nächsten Jahr für Jungpflanzen zu schattig.

Die Netze sind von wirklich sehr guter Qualität und ich denke, dass meine Pflanzenkinder so in zukünftigen Sommern besser ranken können. Im Herbst werde ich die Netze abnehmen und in der Laube aufbewahren, damit sie einige Jahre unbeschadet überstehen. Einzig, wie man Pflanzenreste aus ihnen entfernt, bereitet mir noch etwas Kopfschmerzen – aber auch dafür werde ich sicher eine Lösung finden.

Danke für die gesponserten Netze, Danke an Ralf. ❤ 🙂

Bilder der Montage:

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8 Kommentare zu “Rankhilfen? Ja, bitte.

  1. Ralf ist eindeutig ein begnadeter Garten-Handwerker! 🙂

    Man darf sich von solchen Kleinigkeiten wie zu großen Abständen an Rankgittern nicht entmutigen lassen. Eine clevere Idee, ein gewiefter Helfer, manchmal auch der Zufall (so wie dieses Mal mit dem Netz-Test) und schon ist alles im Lot! Gut gemacht liebe Frau Pfefferschote!

    Liebe Grüße
    AnDi

    Gefällt 1 Person

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