Jod hier, Jod da – Infos und Online-Petition.

Ich berichtete ja bereits mehrfach, dass ich an einer Schilddrüsenüberfunktion erkrankt bin. Zittern, Herzrasen, Schlaflosigkeit sind nur einige Dinge, gegen die ich momentan ankämpfe, natürlich unterstützt von Tabletten, die meine heiß gelaufene Schilddrüse ausschalten sollen.

Gestern war ich dann nochmal beim Arzt und fragte, was ich denn noch tun könne – Ernährungsmäßig zum Beispiel. Er sagte, ich solle auf alle Lebensmittel verzichten, die viel Jod enthalten.

So googelte ich ein wenig, stolperte über dies und das, bis ich ein Buch fand, das mich sofort ansprach: „Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze“ von Dagmar Braunschweig-Pauli. Ich bestellte es direkt bei ihrem Verlag und stöberte noch ein wenig auf ihren Internet-Seiten herum. Jodkritik.de ist eine davon und wirklich lesenswert, was man dort alles erfährt. Wir werden in Deutschland „zwangsjodiert“, kaum ein Lebensmittel ist noch frei von Jod-Zusätzen, jodierte Speisesalze als Zutaten sind nicht deklarierungspflichtig, selbst Nutztiere bekommen Jod als Futterbeigabe! Dadurch landet eine Übermenge Jod in allen Milchprodukten, in Fleisch, in Wurst. Selbst manche Bio-Betriebe hängen Jod-Lecksteine für Nutztiere auf. Man kann nie sicher sein, außer, man fragt nach.

Die Autorin startete auch eine Online-Petition gegen Viehfutterjodierung, ich habe natürlich sofort unterschrieben. Wer mag, kann das bitte dort tun: KLICK.

Weiterhin gibt es auf ARD.de einen sehenswerten Link, im recht kurzen Beitrag, den man unbedingt gesehen haben sollte, kommt auch Frau Braunschweig-Pauli vor: Alles Wissen / Jod – wie viel ist gesund?. Ich stelle mir nun berechtigt die Frage, warum so viele Menschen in Deutschland mittlerweile Probleme mit ihrer Schilddrüse haben und warum ich so massiv erkrankt bin?

Natürlich habe ich in den letzten Jahren auch ab und an jodiertes Speisesalz gekauft. Natürlich auch mal Wurst oder Brot, unwissend, ob mit jodiertem Salz hergestellt. Nachdem ich nun etwas schlauer wurde, fragte ich Metzger und Bäcker meines Vertrauens, beide verwenden kein jodiertes Salz, ich kann also beruhigt weiterhin dort einkaufen. Doch was machen Leute, die ebenfalls an der Schilddrüse erkrankt sind und sich nur Discounter-Lebensmittel leisten können? Unfassbar, dass die mangelhafte Jodversorgung, die in den 1980er Jahren herrschte, mittlerweile wohl nicht mehr besteht und wir aber weiterhin zwangsjodiert werden.

Noch ein interessanter Link für Leute wie mich, die nun wirklich wissen wollen, was drin ist: auf naehrwertrechner.de kann man unzählige Lebensmittel eingeben und deren Vitamine, Mineralien und natürlich auch den Jodanteil anzeigen lassen. Für mich nun unentbehrlich, eine solche App für mein (Windows-)Phone fand ich allerdings bislang leider noch nicht. Bedauerlich, hat man dieses doch stets dabei.

 

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53 Kommentare zu “Jod hier, Jod da – Infos und Online-Petition.

    • Guten Morgen, Bärbel, Du bist gegen Sonnenblumenöl allergisch? Von so etwas hatte ich auch noch nie gehört, unglaublich, was es alles gibt.
      Bei Dir ist dann sicher das Problem, dass es oft nur als „pflanzliches Öl“ auf Lebensmitteln angegeben ist.
      Wie lange hast Du das schon? Liebe Grüße. 🙂

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  1. Liebe Frau Pfefferschote,

    das ist ja richtig gruslig mit dem vielen Jod! War uns so gar nicht bewusst…..
    Danke für die vielen Infos, wir werden mal bei unseren Metzgern (wir gehen bei zweien einkaufen) nachfragen. Und wir hoffen, dass nun viele Menschen das auch machen werden, denn nur so kann verdeutlicht werden, dass man als Erzeuger von Lebensmitteln mal drüber nachdenken muss!
    Können wir eigentlich irgendetwas für Dich tun? Dir irgendwie helfen? Wir wünschen Dir weiterhin eine gute Besserung!
    Liebe Grüße aus Speyer
    AnDi

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    • Hallo, Ihr zwei, vielen Dank für den lieben Kommentar. 🙂
      Auch wenn die Metzger nicht mit Jodsalz würzen, können die Tiere damit gefüttert worden sein, die Herkunft zu hinterfragen ist auch wichtig. Jetzt freue ich mich erstmal auf meine Buch, das hoffentlich bald da ist und morgen gibt es die aktuellen Blutwerte, war vorhin beim Aderlass. Bis dahin versuche ich einigermaßen ruhig zu bleiben, etwas aufgeregt hat mich das mit dem Jod schon. Aber ich soll mich ja nicht aufregen.. Ein Teufelskreis. 🙂

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      • Wir drücken Dir die Daumen im Bezug auf die Blutwerte!
        Wenn man sich mal ganz genau damit beschäftigt, dann ist es schon erschreckend, was wir, manchmal auch auf dem Umweg Ernährung des Tieres das man isst, „vorgesetzt“ bekommt. Traurig aber wahr….
        Wir sind auch auf das Buch und auf das was Du dazu schreiben wirst gespannt! Berichtest Du darüber? Bitte!
        Ja, das mit dem „sich nicht aufregen“ klappt leider nicht immer so, wie man es gerne hätte! Manchmal hilft da ein entspannendes Bad zu nehmen…..
        LG und einen schönen Abend
        AnDi

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  2. Dankeschön für die vielen Infos. Meine Schilddrüse spinnt auch, aber das ist alles noch im Rahmen (mal sehen, wie lange …?!). Jedenfalls ist mir auch aufgefallen, dass wirklich fast überall Jodsalz drin ist. Ich frage mich nur, wozu? Und ja, ich glaube mittlerweile auch, dass Tchernobyl für vieles mit verantwortlich ist, was seit einigen Jahren so an Krankheiten kursiert. Wobei das mit dem Hashi ja auch so eine Sache ist – vielleicht hat es das schon lange gegeben, aber man konnte es nicht diagnostizieren? Wie auch immer, ich wünsche Dir von Herzen weiter gute Besserung!

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    • Ob Tschernobyl damit zu tun hat, kann ich nicht beurteilen. Bei mir trat die Unterfunktion damals nach der Schwangerschaft auf und erst 18 Jahre später (ungefähr) habe ich nun Überfunktion. Bin trotzdem froh, endlich eine Erklärung für diverse Symptome zu haben. Danke schön für die Besserungswünsche, Dir auch alles Gute. 🙂

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    • Auf unserem Wochenmarkt bekam ich bisher durchweg positive Auskünfte. In Restaurants hier im Stadtteil kenne ich die meisten Wirte persönlich und werde sie fragen. Es schränkt zwar etwas ein, ist aber realisierbar. Nun freue ich mich erstmal auf das Buch. Viele Grüße 🙂

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  3. Mein buchtipp zu diesem Thema: Dr. med. M. O. Bruker und Ilse Gutjahr, Störungen der Schilddrüse, Störungen, Ursachen, Heilbehandlung, Der Jodskandal, emu-Verlag, ISBN: 3-89189-062-1. Äußerst lesenswert und vielleicht gefällt und hilft es hier bei der Aufklärung. LG und gute Besserung

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  4. Ich habe noch eine Buchempfehlung: Dr. med. M. O. Bruker, Ilse Gutjahr, Störungen der Schilddrüse, Störungen, ursachen, heilbehandlungen, Der Jodskandal, emu-Verlag, ISBN: 3-89189-062-1 Äußerst lesenswert, vielleicht gefällt es und hilft einwenig aufzuklären 🙂

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