Freutag, 20.05.2016 (plus Garten-Wochen-Berichtchen)

War man über die kalten Pfingsttage fast eingefroren vor Eisheiligen, kam schönes Wetter mit voller Wucht zurück und trieb mich in mein kleines Garten-Paradies. Sehr viel zu berichten habe ich nicht (ganz), aber es ist etwas ganz Wundervolles geschehen:

Niemals hätte ich für möglich gehalten, dass der kleine, über den Winter verdorrte Strauch auch im zweiten Jahr etwas werden könne. Vor ein paar Tagen war noch absolut nichts zu sehen – ich schwöre – doch heute entdeckte ich hinter den Wasabino-Salat-Jungpflanzen einige Blättchen, die mir doch sehr bekannt vorkamen. Es ist mega-hyper-unglaublich, mein „Kraut des Lebens / Jiaogulan / Jiǎogǔlán / Kraut der Unsterblichkeit“ treibt wieder aus!

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„Wenn das mal kein Zeichen ist“ schmunzelte ich und eilte sofort Richtung Kräuterbeet, um es der Schnecke zu erzählen. Schnecke? Welche Schnecke? Äh, ja, da war mal eine. Unter dem Olivenkraut, ich erinnerte mich genau. Zum besseren Verständnis ein Gesamtbild des Kräuterbeets Stand gestern im Mai 2016:

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Und dieses ist vom Vorjahr, Ende Mai 2015, Olivenkraut und Majoran zeigten sich noch zurückhaltend:

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Ich stöberte nach und fand sie dann tatsächlich unter meinem mittlerweile prächtigen Olivenkraut-Busch, gut versteckt und in den Armen vom Majoran liegend:

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Gestern bekam Frau Schnecke also einen neuen Platz und strahlte ob der unheimlich guten Nachrichten über das „Kraut des Lebens“ zwischen blühendem Bergamotte-Thymian und marokkanischer Minze über das ganze Gesicht, mein heutiges Freutagsbild:

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Was war sonst noch so los diese Woche? Über Fußball möchte ich derzeit nicht schreiben (grummel)*, also geht es mit Gemüse weiter: Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis. Kürbis, Zucchini, Tomaten und Gurken. Ehrlich gesagt kann ich keine Jungpflanzen mehr sehen, zwei ganze Nachmittage pflanzte ich ein, was das Zeug hielt und bin noch immer nicht ganz damit fertig. Nur gut, dass sie erst später im Verlauf des Sommers Früchte tragen werden. Heute, nach zwei anstrengenden Pflanz-Tagen (Ok, Tag 1 war nicht ganz so intensiv, da hatte ich unterhaltenden Besuch im Garten 😉   ) hätte ich wahrscheinlich die komplette Ernte direkt verschenkt. 😀

Am Komposterplatz, am Rankgitter, am Grillplatz, überall wachsen nun Gurken-, Kürbis- und Zucchini-Jungpflanzen verschiedener Sorten.

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Bevor jemand fragt: die weißen Krümel auf den Bildern sind Perlite (Isoself von Knauf). Zum einen lockern sie den Boden, zum anderen speichern sie ca. 30 % Wasser. Und halten – vielleicht bilde ich es mir auch ein – Nacktschnecken fern. Letztere verabscheuen die weißen Krümel, zumindest hatte ich in Garten 1 nie Lochfraß zu vermelden, wenn ich Perlite in Beeten unterarbeitete. Vielleicht blendet die schleimigen Viecher auch das strahlende Weiß und sie haben ihre Sonnenbrillen verlegt, nichts ist unmöglich, wenn man Kraut des Lebens, ohne irgend etwas dafür zu tun, im Freiland über den Winter brachte. 😀

Zurück zum Thema: Neben der Gartenlaube unterm Dach pflanzte ich Tomaten in Kübel und wagte noch einen Freiland-Versuch: drei der größten, sich selbst aus herunter gefallenen Früchten im Gewächshaus über den Winter gesäte, starke Pflanzen versuche ich ohne Regenschutz zu beernten. Ob sie an Braunfäule dahinsiechen werden oder nicht, wir werden sehen. :mrgreen:

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Die junge „Snow White“ aus Saatgut vom Schlemmerbalkon fristet ihr zartes Dasein natürlich geschützt, etwas so Wertvolles lässt man nicht einfach im Regen stehen. 🙂

Kommen wir zu den Blümchen, es gab eine weitere Überraschung, die mich ebenfalls sehr verblüffte: aus Garten 1 brachte ich im März 2015 einen alten Blecheimer mit, in welchem ich in Beeten gefundene Steine sammele. Dass sich darin eine Garten 1-Akelei ansiedelte und es plötzlich aus dem Loch unten am Eimerrand blühte im Vorjahr, hatte ich ja bereits berichtet. Auch in diesem Jahr lässt sich Madame Akelei nicht lumpen und zur Freude von Hummel & Co zeigt sie sich, völlig unbeeindruckt vom Gewicht der Steine, in einem hübschen Blau:

WP_20160519_14_38_08_ProAuf diesen beiden Aufnahmen sieht man ganz deutlich, dass sie außen am Eimer hoch wächst, meine Akelei ist höchst eigenwillig, wie der Herr, so es Gescherr, sagt der Hesse gerne. 😀

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Bevor ich mich nun in das wohlverdiente Wochenende verabschiede (Samstag besuche ich u.a. ein großes Grillfest mit vielen Gästen und Freunden), schicke ich noch Blumengrüße in die Runde. Was mir momentan blüht, seht Ihr in der kleinen Dia-Schau, bis bald. Schönes Wochenende und erholt Euch gut. 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

* seit ich wieder zu Spielen des FSV Frankfurt gehe, haben wir immerhin nicht mehr verloren (Sonntag).

 

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11 Kommentare zu “Freutag, 20.05.2016 (plus Garten-Wochen-Berichtchen)

  1. Unser Jiaogulan hat es auch geschafft! Er wächst in seinem Topf fleißig am Gitter hoch und wir freuen uns mit Dir, dass dieses Kraut auch bei Dir wieder aufgetaucht ist! 😀 😀

    Wir freuen uns auch, dass Snow White ein so schönes Plätzchen in Deinem Garten bekommen hat und sind gespannt wie sie sich machen wird! Mach uns keine Schande, kleines Pflänzchen!!! 😉

    Wir wünschen Dir einen superschönen Samstag mit Freunden und dass Du bald alle Jungpflanzen in die Erde gebracht hast (in, nicht unter 😀 😀 )!

    LG
    AnDi

    Gefällt 1 Person

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