Haus am See, der Rest nach Tag 1 :-)

Innerhalb weniger Tage mutierte ich tatsächlich zu einer Extrem-Urlauberin. War mir noch vor 7 Tagen (und neun Mückenstichen später) nicht vorstellbar, einfach mal nur die Füße hochzulegen und zu entspannen, gewöhnte ich mich doch recht schnell an diesen Zustand. Und vor allem an die Vorzüge eines Liegestuhls auf der Terrasse am Haus. Ist einem nach Erfrischung, läuft man direkt in Badesachen los und erreicht nach zwei Minuten Fußweg schnell den kleinen Sandstrand. Ab ins Wasser – kühles Nass kann man den auf sommerliche 22 Grad erwärmten See nicht gerade nennen – bisschen schwimmen oder auf dem Schwimmreif paddeln, dann zurücklaufen und wieder in den Liegestuhl. In meinen Augen tatsächlich Extrem-Urlaub. Halt mit Betonung auf Letzteres. 😀

Donnerstag oder Freitag werde ich meine hier nicht vorhandenen Zelte abbrechen. Es fällt auch gar nicht schwer, kann ich doch, wann immer ich möchte, wieder hierher fahren. Dieser verlockende Gedanke tröstet absolut. 🙂

Erlebt habe ich nicht viel, in den ersten drei Tagen war ich in Gesellschaft der See-Nachbarin, wir grillten abends zusammen und waren (Frauen halt, zwinker) einmal ganz kurz ganz ausgiebig nachmittags shoppen. Bei dieser Gelegenheit kauften wir einen von mir so getauften „Lückenschluss“ für die Hecke von Herrn G., damit andere Vorbeilaufende nicht immer direkt auf den Liegestuhl starren können. See-Nachbarin M. drapierte direkt den bereits wachsenden „Wilden Wein“ darum und auch ich habe seither mehr Ruhe. Uneigennutz rockt halt. 😀

Abends bewegt man sich nach dem Essen ein paar Schritte zum Seekiosk, holt sich ein Getränk und schaut Sonnenuntergang am See. Das erinnert mich an Gomera, Marias Bar und die Sonnenuntergang-Gucker vor ca. 25 Jahren. Tagsüber dümpelt man zwischen Spätstück und Abendessen so vor sich her. Die anliegenden Dauer-Camper hier in von Gärten umrandeten Wohnwagen oder sogenannten Mobilheimen (das sind wundervolle Holzhäuser) stecken einen mit ihrer Trägheit tatsächlich schnell an. Doch, einen wichtigen Termin gibt es jeden Tag: der Müllsammelplatz ist von 16 bis 17 Uhr geöffnet, dann kommt Bewegung in die mit Tüten und / oder leeren Flaschen  bewaffneten Eigenheim-Besitzer am unweit von Frankfurt in Bayern gelegenen Badesee. So lernt man schnell auch weitere Nachbarn kennen, jeder grüßt jeden, alle sind (bis auf ein konstant abends ab 20 Uhr zankendes Ehepaar, grins) freundlich und entspannt, herrlich. Besonders gefreut haben mich Besuche von zwei Freunden, einer war vorgestern hier und ein weiterer gestern. Einfach mal so eben aus der Stadt hergekommen zum ein wenig im Sand relaxen, schwimmen und wieder zurück nach Frankfurt fahren. So vergingen und vergehen die Tage hier trotz Entspannung wie im Fluge… Doch die Seele baumelt dennoch ausgiebig. 🙂

Die übernächsten Nachbarn luden mich heute Mittag, obwohl man sich noch gar nicht richtig kannte, spontan auf eine Portion leckere selbst gekochte Zucchini-Supe ein. Das weckte Sehnsucht nach meinem Garten. Ich bin neugierig, wie es nun nach einer Woche dort aussieht und werde etwas unruhig. Großen Dank an dieser Stelle an Freundin Claudi für die Versorgung meines Gartens während meiner Abwesenheit, Du bist die Beste. 🙂

Ein paar Fotos vom kurzen See-Aufenthalt. Recht unspektakulär, auch die Handy-Cam nahm sich endlich mal frei. Aber dafür hat es meine Wenigkeit geschafft, ein vorletztes Jahr am Bodensee angefangenes Buch endlich konzentriert fertig zu lesen… Das nenne ich einen echten Urlaubserfolg. 😀

Bilder

Ach ja. Und dann war da noch eine Beach-Party letzten Samstag, in die Nachbarin und ich versehentlich hinein gerieten. Ich schweige mich an dieser Stelle lieber darüber aus. Am nächsten Tag war  jedoch Extrem-Liegestuhl inklusive halbe Seite im Buch lesen, wieder einnicken und *bloß um Himmels Willen nicht mehr* angesagt. Ach, doch, ich bewegte mich exakt ein einziges Mal und lief zum Kiosk, um mir ein großes Eis zu kaufen. Danach schlief ich weiter. Ich bin erholt. 😀

Sollte sich jemand über die Blümchen-Bilder wundern: eine Kollegin von mir nahm kürzlich an einem Wildkräuter-Seminar-Urlaub teil und fragt mich seit Wochen immer wieder, ob ich nicht zufällig das Heilkraut „Storchenschnabel“ (auch Ruprechtskraut genannt) im Garten habe. Ich suchte und suchte alle Beete ab und fand keines. Aber bei Herrn G. vor seinem Haus am See wächst es en masse. Morgen werde ich noch schnell nach einer kleinen Schaufel Ausschau halten oder fische mir Samen aus bereits vertrockneten Blüten. Als ich Herrn G. via Handy schrieb, dass er Heilkräuter vor seinem Haus am See habe, amüsierte er sich darüber blendend. Dabei sagter er immer, die kleinen rosa Blümchen fände er so hübsch. 😀

 

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4 Kommentare zu “Haus am See, der Rest nach Tag 1 :-)

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