Freutag, 23.09.2016 / Muffins mit Schwips

Nachdem ich am 19. September meinen zweiten Blog-Geburtstag verschlief, dafür den eigenen am Folgetag beging und so gestern meinen lieben KollegInnen noch Kuchen schuldete, war Mittwochabend endlich der Rhabarber fällig. Rhabarber? Jetzt, im September? Mancher mag nun berechtigterweise die Stirn runzeln, ist die Erntesaison dafür ja schon seit dem Johannistag im Juni vorbei. Nicht so bei mir: im Null-Grad-Fach des Kühlschranks lagerte noch eine Vorratsdose mit über 700 Gramm in Stücke geschnittenem Rhabarber.

Da er zuvor einige Wochen für meinen Rhabarber-Vanille-Likör in Wodka eingelegt verbrachte, war er – abgetropft, aber dennoch mit Alkohol vollgesaugt und so bestens konserviert – nun endlich bereit, sein finales Ende in Joghurt-Muffins zu finden. Das heutige Freutags-Bild zeigt die entzückend bedruckte Unterseite eines der dafür verwendeten Papier-Förmchen:

2016-09-23-freutagmuffinBei der Drogeriekette mit den zwei Buchstaben 😉  erstand ich sie irgendwann neulich vor einem Jahr oder so im Vorbeigehen. Passend zum Anlass kramte ich sie aus dem Schrank, holte die Waage heraus, stellte zwei Schüsseln, Zutaten und Handmixer parat, dem Rhabarber ging es an den Kragen.

Das verwendete Rezept ist eines meiner Lieblings-Rezepte und Grundlage aller bisher von mir gebackenen süßen Muffins.

Zutaten

  • 500 g Bio-Weizenmehl (ich nahm Type 1050)
  • 400 g Bio-Rohrzucker
  • 250 g Bio-Butter (weich bis flüssig)
  • 6 Bio-Eier
  • 500 g Bio-Naturjoghurt (3,8% Fett)
  • 1 Päckchen Weinstein-Backpulver (für 500 g Mehl)
  • 1 TL Natron
  • 2 Päckchen Bio-Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • plus 740 Gramm gut abgetropften Rhabarber als Rest von genanntem Likör
  • optional: frische Blaubeeren, gefrorene Himbeeren, Sauerkirschen aus dem Glas – fast alles kann man problemlos zum Schluß dem Teig unterheben

Zubereitung

Backofen (E-Herd mit Ober-, Unterhitze: 180 – 200 Grad / Umluft: 180 Grad) vorheizen und die leeren Förmchen auseinander gefummelt auf einem Backblech aufstellen. Bei den von mir verwendeten passten genau 20 Stück auf das Blech, heraus kamen insgesamt 40 Muffins und ein flaches Herz. Da der Teig auch nach zwei Blechen einfach nicht leer werden wollte, kippte ich den Rest dessen in eine Herz-Silikon-Backform und schob diese zum Schluß in den Ofen. 😀

In einer Schüssel Mehl mit Backpulver, Vanillezucker, Natron und Salz vermengen. In einer weiteren, größeren Schüssel Zucker mit der Butter schaumig schlagen, Ei für Ei zugeben und schön lange auf höchster Stufe des Handmixers rühren. Dann Joghurt auf langsamerer Stufe unterrühren und zum Schluß mit einem großen Löffel die Rhabarber-Stücke unterheben.

Muffin-Förmchen zu zwei Dritteln mit Teig füllen, die Backzeit beträgt in der mittleren Schiene des Ofens knapp 30 Minuten, guten Appo.

Fazit

Die in Wodka eingelegten Frucht-Stücke schmeckten zwar nicht mehr ganz so typisch intensiv nach Rhabarber, auch war ein guter Teil an Säure verloren gegangen. Dafür ist jedoch der dem Wodka eigene Geschmack auch nach dem Backen noch deutlich erkennbar, mal etwas ganz anderes und eine sicher sinnvolle Verwendung der Likör-Obst-Reste. Hicks. 😀

Der Teig wird durch zugegebenes Natron übrigens unheimlich fluffig, ich verrate aber nun nicht, wer die Schüssel genußvoll ausschleckte..  Na gut, ok. –>  *Pfefferschote*  <–
:mrgreen:

Bilder

Allen ein schönes Wochenende und genießt die sonnigen Tage. 🙂

 

 

 

 

 

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4 Kommentare zu “Freutag, 23.09.2016 / Muffins mit Schwips

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