Freutag, 19.05.2017 / Erdbeer-Nachtisch „leicht und cremig“

Erdbeeren. Verlockende Sünden. Endlich. Meine erste 2017 im Garten geerntete Erdbeere teilte ich noch durch zwei, die zweite reife süße „Sammelnussfrucht“  verputzte ich heimlich alleine und dann waren plötzlich vergangene Woche ganze vier Große auf einmal reif. Welch erfreulicher Anblick, welch Gaumenschmaus. Da darf mein über den letzten Winter um Monate gealterter Frosch einen noch so langen Hals machen – er bekam dennoch nichts ab, versprochen! Mein heutiges Freutags-Bild:


Erdbeeren haben nur ca. 32 Kalorien pro 100 Gramm und schmecken im Vergleich zu zum Beispiel Halbbitter-Schokolade (ca. 550 Kalorien / 100 Gramm bei um die 50 % Kakao-Anteil, von mir ergoogelter Durchschnitts-Nährwert) nicht nur wesentlich besser, sondern sind mit diesen Werten absolut für eine kalorienreduzierte Ernährung geeignet. Sofern man sie nicht Kiloweise verschlingt, ist klar. Vitamine (A, B2, B3, C, E, K, Folsäure) gibt es noch kostenlos dazu, besser geht kaum. 🙂

Um den leckeren süßen Früchten also gebührend zu würdigen, kaufte ich für meinen Nachtisch eine Schale Erdbeeren aus der Region und Bio-Magerquark zu und süßte mit Stevia als Zucker-Ersatz. Erythrit, auch bekannt als E968 oder „Xucker“ (welch Unwort)  kommt mir persönlich nach Studierens diverser Online-Testberichte nicht in die Küche. Auch wenn erwerbbares Stevia-Pulver durch diverse Prozesse ebenfalls fast nichts mehr mit der eigentlichen Süßkraut-, Süßblatt oder Honigkraut genannten Pflanze zu tun hat – es schmeckt mir persönlich einfach gut. Am Rande bemerkt sei noch hinzuzufügen, dass ich für sehr viel Geld 2015 ein ganzes Pfund getrocknetes gemahlenes Bio-Stevia-Pulver erstand, damit richtig natürliche Süße im Original  auf dem Teller landet. Es war ein kompletter Flop, schmeckte zwar süß, aber vorrangig nur stark nach Lakritze und färbte jede Speise hellgrün. Habe ich frische Stevia-Pflanzen im Garten (in meinem ersten Garten hatte ich bereits 2011 heimlich einige von einer Freundin aus Österreich mitgebrachte angebaut), steht nichts entgegen, ein paar Blätter davon mit in die Teekanne zu geben. Auch selbst getrocknete / gedörrte dürfen meinen ein oder anderen Tee gerne versüßen. Aber die getrocknete gemahlene Urform Esslöffelweise schmeckt mir nicht wirklich. Und auch wenn ich normalerweise Rohrzucker (Bio oder zumindest aus fairem Handel) für fast alles verwende – Süßkraft und Geschmack mit null Kalorien von industriellem Stevia-Pulver (E960, Stevioglycoside) mag ich wirklich gerne. „Ich esse es ja nicht regelmäßig“, tröstet mich mein Gewissen im Hinterkopf. Naja, ein Laster mehr oder weniger, zugegebenermaßen bin auch ich nicht frei davon und stehe nun mal auf „süß“ mit möglichst wenig Kalorien. Mädchen halt. 😀

Meine Garten-Erdbeer-Minze kam leider nicht zum Einsatz. Immer wieder geschieht, was ich seit Jahren bedauere: in der Küche stehen und feststellen, dass der Pacht-Garten dann doch etwas zu weit weg ist, um spontan noch etwas zu pflücken. Diese Variante wird aber auf alle Fälle noch getestet, der cremige kalorienarme Nachtisch mit wenig Fett macht dazu süchtig genug. Grins. 😀

Die vier köstlichen Erdbeer-Prachtexemplare landeten also zusammen mit zugekauften Erdbeeren der Region in einer leckeren und trotz verwendetem Magerquark sehr cremigen spontan ausgedachten Nachspeise, die schnell Fans fand. Gestern durfte ich zum dritten Mal weniger Tage im Kühlschrank in die Röhre gucken – alles war schon wieder restlos vertilgt. Das Résumé meiner insgesamt drei Testesser spricht sozusagen dafür, das Rezept zu veröffentlichen. Und los.

Zutaten (für 4 gute Portionen)

  • 250 g Bio-Magerquark
  • 50 – 100 ml Bio-Milch, fettarm
  • 1 Prise Natron*
  • 500 g Erdbeeren (ungeputzt abgewogen)
  • 2 – 3 EL Stevia-Pulver
  • 1 Päckchen Bio-Bourbon-Vanillezucker

*Natron macht auch Magerquark „fluffig“, bzw. cremig (siehe Blog-Beitrag „Kochkäse ohne Schmelzsalze“ von mir), dies spart enorm Kalorien und eine Prise Salziges gehört schließlich ebenso an jede Süßspeise wie „prisenweise“ Süßes an deftigere Gerichte. Es dürfen also gerne auch zwei Prisen Natron sein, frei nach Geschmacks- / Ermessenssache.

Zubereitung

Die gewaschenen Erdbeeren putzen, in kleine Stücke schneiden und in eine Schüssel geben. Vanillezucker und Stevia darüber streuen, unterrühren und bei Zimmertemperatur ca. 20 Minuten ziehen lassen. In einer zweiten Schüssel Magerquark mit der Prise Natron verrühren, ebenfalls 20 bis 30 Minuten ziehen lassen, dabei immer mal wieder umrühren (nicht dauernd rühren, immer mal ruhen lassen), bis der Quark die erhoffte Cremigkeit erreicht hat. Danach 50 bis 100 ml der fettarmen Milch dem Quark unter Rühren zugeben, bis er richtig schön fluffig ist. Cremig genug? Auf die Erdbeeren mit gezogener Frucht-Flüssigkeit geben, vermengen, nochmals die Süße abschmecken und für richtige Süßmäuler eventuell noch etwas Stevia unterrühren, eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen, servieren und .. sich schnell schmecken lassen. Bevor dies schon wieder jemand anderes tut. 🙂

Bilder

Das Erdbeeren-in-der-Schüssel-gesüßt-Foto ist leider komplett verschwommen, Sorry.

Rezept Erdbeerspeise leicht als PDF.

Aus Neugierde: Kalorien-Übersicht

500 g Erdbeeren: ca. 160 Kcal.
250 g Bio-Magerquark (Alnatura): ca. 187,5 Kcal
2 – 3 EL Stevia-Pulver: 0 Kcal
Bourbon-Vanillezucker Bio (8 Gramm): ca. 32,4 Kcal
100 ml Bio-Milch, fettarm 1,5 % Fett: 48 Kcal
Natron: 0 Kcal.
Gesamte Schüssel: 427,90 Kcal. / pro großer Portion bei 4 Essern also trotz Süße nur knapp 107 Kalorien. Wow. 🙂
(Kalorienwerte errechnet mit Onmeda-Kalorienrechner)

Ich pflanzte früh, mittel und spät reifende Erdbeer-Sorten in März /  April und werde gewiss schneller sein, als jede gierige auf ihr Gewicht achtende Nacktschnecke, wenn es um meine Erdbeeren geht. :mrgreen:

Allen ein schönes Wochenende. 🙂

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16 Kommentare zu “Freutag, 19.05.2017 / Erdbeer-Nachtisch „leicht und cremig“

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