Freutag, 14.07.2017

„Los“, sagte der abgenutzte Gartenzwerg meiner Vorpächter, den ich unlängst unter den vom Buchsbaumzünsler abgefressenen alten Buchsbäumen am Gartenteich fand. „Los, schau doch auch endlich mal unter die Pflanzen. Dort gibt es Dinge zu sehen, dazu benötigte ich noch nicht einmal mein Fernglas!“.

Mit Nachdruck grinste er mich schelmisch breit an und so machte ich mich daran, mal aus seiner Perspektive ein paar Bilder zu knipsen. Es hat sich gelohnt. 😀

Auberginen – zwei Pflanzen, die ich im Frankfurter Botanischen Garten Anfang Mai auf der diesjährigen Jungpflanzenbörse erwarb – so große Auberginen-Pflanzen hatte ich noch nie zuvor im Garten. Meine Hoffnung auf eine bessere Ernte als in den Vorjahren wuchs wöchentlich mit jeder neuen Blüte. Und gestern entdeckte ich, den Ratschlag des Zwerges befolgend, die ersten Früchte der Arbeit. Von vorne geknipst sieht man nichts (sie wachsen irgendwo 😀 hinter dem zwischen Spitzkohl gepflanztem Fenchel):

Aber darunter, Karl-mei-Trobbe, ich werde in diesem Jahr richtig schöne Auberginen ernten können, wie wundervoll:

Auch an einem meiner Naschplätze mit Physalis lohnte es sich, mal kurz die Handy-Cam unter die Pflanzen zu halten – mir lief fast das Wasser im Mund zusammen. Von vorne sieht man recht wenig. Ok, der Ysop blüht, die Chilis rechts hinten darin sind kaum zu sehen:
Eine kurze Stärkung mit Vitaminreichen Früchten der auch Andenbeere genannten Kugeln rückt in greifbare Nähe, ich freue mich schon jetzt unheimlich darauf. 😀

Und zu guter Letzt ein Blick unter die Chili-Straße. Darüber freute ich mich am allermeisten. Von oben wirklich im Vorbeilaufen nicht zu entdecken – eine meiner ausgesäten Überraschungs-Chilis (ich führte dieses Jahr bei Aussaat erstmals kein Buch, welche Chili-Sorten es sind) trägt richtig dicke Bollen! Von vorne (eine der beiden unter dem rechten Blumenkasten mit diversen Basilikum-Sorten):
Von oben betrachtet – naja, sie blühen halt.

Aber dann kam die ganz große Überraschung für mich, riesengroß war mein Jubel, als ich mich davor hockte, um nachzusehen. Ganz viele Chilis an einer einzigen Pflanze. So viele, wie ich es bisher nur von meinen früheren Balkon-Kübel-Haltungen kannte:

Die große kugelige Form erinnert mich an Rocoto-Chilis. Allerdings kenne ich diese bisher nur als nach unten wachsende. Für Habaneros sind sie fast zu rund, diese wachsen eigentlich auch nicht nach oben *grübel*. So lasse ich mich trotz aller Neugier weiter überraschen und sehe bei Gelegenheit mal in der Chili-Liste von 2016 nach, welche Sorte es sein könnte, die mich so reich beschenken wird. Vielleicht sind es ja doch Habaneros? Am Wochenende werden sie zur Belohnung eine Portion Bio-Tomaten-Dünger bekommen, die letzte Düngung gab es beim Eintopfen Anfang Mai, das wird ihnen gut tun.

Gelernt habe ich daraus nun ein weiteres Mal, dass eine verteilte Mischkultur im Garten am gesündesten ist und meine Strategie, in diesem Jahr den Großteil der Chilis in Kübeln mit gekaufter Erde (und Perliten) anzubauen, aufging. Auch Gewitter, Hagel und kräftiger Wind schadeten bisher nicht, so darf es gerne den Restsommer noch weiter gehen. Sagte auch der Zwerg. :mrgreen:

Ein schönes Wochenende allen. 🙂

 

 

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6 Kommentare zu “Freutag, 14.07.2017

  1. Herr Zwerg ist ein kluger Kopf, denn es lohnt sich immer im Leben mal den Blickwinkel zu ändern! 😉

    Wir freuen uns mit Dir über die tolle Ernte, die sich da in so vielen Bereich ankündigt!

    Liebe Grüße
    AnDi

    Gefällt 1 Person

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